[LIFESTYLE] Wieso ich die Pille abgesetzt habe

Pille

©mraoraor

Wieso ich die Pille abgesetzt habe

Ich war damals 12 Jahre als ich schon zum Frauenarzt musste. Ich hatte damals sehr stark meine Periode und leider auch sehr lange am Stück, sodass ich starken Eisenmangel hatte. Was macht mein damaliger Frauenarzt, er verschrieb mir mit 12 Jahren die Pille! Ich hatte damals natürlich keine Ahnung von nichts und nahm sie. Meine Periode ging weg und ganz normale Abbruchblutungen erschienen. Nach einer gewissen Zeit sollte ich sie dann gsD wieder absetzen und ich meine dass sich auch alles wieder reguliert hatte. Mit 14 Jahren hatte ich dann meinen ersten Freund. Ich weiß nicht mehr ganz genau wie das abgelaufen ist, aber irgendwie kam ich dann natürlich wieder zum Frauenarzt und bekam wieder die Pille verschrieben.

Ich machte mir absolut keine Gedanken um Nebenwirkungen! Ich mein, als Teenager hat man nun wirklich andere Dinge im Kopf, als sich mit der Komplexität des Körpers auseinander zu setzen. Was soll das.. Ich nahm sie also immer ganz fleißig ein ohne mir großartige Gedanken dazu zu machen und das bis ich mit ungefähr 24 Jahren gerne ein Kind haben wollte. Ich setze die Pille also ab und machte mir zum ersten mal darüber Gedanken, was da in meinem Körper eigentlich passiert ist. Auch laß ich entsetzt bei Dr. Google, dass es ja Monate dauern könnte, bis ich schwanger werden würde. Dr. Google sollte dann also erstmal die Klappe halten – ich wollte von all dem nichts hören und siehe da, ich war circa 3-4 Monate nach Absetzen der Pille tatsächlich schwanger. Nachdem unsere Tochter auf der Welt war und ich nicht gestillt hatte (wegen eines Geburtsfehlers bei ihr hat es leider nicht funktioniert), hatte ich aufgrund der ganzen Turbulenten wieder keine Zeit mich mit meinem Körper auseinander zu setzen und griff natürlich wieder zur Anti-Baby-Pille!

Erst vor 1,5 Jahren kam ich wieder so langsam zu mir selbst. Das Töchterchen wurde selbstständiger und ich konnte endlich wieder „Frau“ und nicht nur Mutter sein. Was mich sehr lange beschäftigt hat: Ich hatte sicher 15 Jahre durchgehende Kopfschmerzen. Mit durchgehend, meine ich tatsächlich durchgehend. Egal wann, egal wo. Ich hatte immer Kopfschmerzen. An den meisten Tagen konnte ich damit leben, da waren sie recht leicht, an anderen Tagen waren sie so stark, dass ich unweigerlich zur Tablette greifen musste. Ich war bei zig Ärzten: Hausärzten, Internisten, HNO’s. Es wurden Gehirnströme gemessen, zigfach Blut abgenommen, MRTs, CTs usw. gemacht und einfach nichts gefunden. Mit meiner Ernährung habe ich mich schon jahrelang auseinander gesetzt und immer versucht ordentlich zu essen (vor allem während der Schwangerschaft) und achtete auf eine ausreichende Wasserzufuhr, aber nichts half!

Ich glaube im TV habe ich dann wieder mal einen Beitrag gesehen, in dem es um die Nebenwirkungen der Pille ging und wie gefährlich sie eigentlich ist. Erst dann wurde ich hellhörig und überlegte, ob meine Kopfschmerzen unter Umständen damit zusammenhängen könnten.

Pille

© Manuel Schäfer

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen der Pille fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker

Ja, von wegen. Zumindest in diesem Fall, kann man kaum eine echte ungefälschte Antwort erhalten. Der Arzt verdient mit daran die Pille zu verschreiben und der Apotheker, kann hier entweder seine persönliche Meinung zur Pille loswerden oder am besten schweigen, denn ansonsten würden die Patienten wohl schreiend aus der Apotheke rennen. Ich möchte hier unbedingt einen Unterschied nennen zwischen Medikamenten, die eingenommen werden MÜSSEN und heftige Nebenwirkungen haben und „Medikamenten“ wie die Pille (oder auch andere hormonelle Verhütungsmittel) für die wir uns selbst entscheiden ohne einen gesundheitlichen Grund.

Erst kürzlich wurden neue Erkenntnisse aus bestimmten Forschungsstudien veröffentlicht zum Thema hormonelle Verhütung.

Ja, hormonelle Verhütung ist einfach und es wird einem ja tatsächlich auch die hohe Sicherheit attestiert – immerhin 99,9% (1). Auch hört man ganz häufig, dass die Haare viel schöner geworden sind oder die Haut von Pickeln befreit wurde. Hört sich alles ganz toll an im ersten Moment, aber lassen sich all diese Dinge nicht unter Umständen auch mit einer gesunden Ernährung regeln? Okay okay, verhüten können wir mit einer gesunden Ernährung natürlich nicht!

Aber schauen wir uns doch mal die Nebenwirkungen an – einige davon sind mittlerweile ja leider schon sehr bekannt.

Depressionen

Die Universität Kopenhagen hat erst im September 2016 herausgefunden, dass die Anti-Baby Pille das Risiko für Depressionen erhöht. Eine Millionen Frauen zwischen 15 und 34 Jahren wurden dabei untersucht. Diejenigen, die eine kombinierte Pille (enthalten Östrogen und Gestagen) erhielten, hatten eine um 23% höhere Wahrscheinlichkeit die Diagnose Depression zu erhalten und sogar Antidepressiva verschrieben zu bekommen. (2)

Ich persönlich kann nun 1,5 Jahren nach Absetzen der Pille sagen ja! Ich war definitv mieser gestimmt. Meine Launen waren teilweise unterirdisch und das völlig grundlos! Ich war traurig und kraftlos an Tagen, wenn es einmal 5 Minuten geregnet hatte. Das hätte ich damals natürlich völlig abgestritten, aber doch, so war es! Ich hatte zwar keine echten depressiven Verstimmungen, aber ich war teilweise sicher nahe dran und habe oftmals wegen einer Kleinigkeit gleich mein ganzes Leben in Frage gestellt.

Sexuelle Unlust

Meist ein Tabuthema, dennoch allseits bekannt. Wer die Pille nimmt leidet häufiger an sexueller Unlust! Auch das steht natürlich ordentlich aufgereiht unter allen anderen Nebenwirkungen in der Packungsbeilage. Grund dafür ist, dass die Pille nunmal hormonelle Veränderungen mit sich bringt und aus diesem Grund die Libido beeinflusst. Teilweise wird sogar behauptet, dass die Libido noch Jahre nach Absetzen der Pille gestört sei und es dauert, bis sich das wieder reguliert. (3)

Ja, ist so! Ich habe schon mit vielen Frauen gesprochen, denen es genau so ergangen ist und natürlich stellt man das auch erst fest, wenn man die Pille abgesetzt hat. Natürlich hat man vermutlich in stressigen oder sorgenvollen Zeiten grundsätzlich weniger Lust auf Sex, dennoch ist es nochmal ein meilenweiter Unterschied ein „Pillen-Zombi“ zu sein, als sich selbst, seinen Körper und was er will, wieder wahr zu nehmen.

Pille

© weerachaiphoto

Gewichtszunahmen

Ein Thema, welches komischerweise absolut bekannt ist, aber es dennoch verdrängt wird. Wir Frauen kämpfen so häufig mit unserem Aussehen, sind meist nie 100% zufrieden, strampeln uns im Fitnessstudio ab, zählen jede Kalorie, aber daran zu denken, dass die Pille vielleicht Schuld ist? Klar ist, dass Östrogene in der Pille bewirken, dass der Körper Wasser einlagert und man so eben zunimmt. (4) Es ist dann zwar kein Fett, aber es sieht so aus und man wirkt aufgeplustert. Ferner wurde rausgefunden, dass die Pille sich auf das Hungergefühl auswirken kann (im negativen Sinne).(5)

Bei mir habe ich das Problem mit Wassereinlagerungen ganz klar im Bereich Waden gesehen und in den Oberarmen. Als ich wegen meines Autounfalls im August 2011 in Physiotherapie war, bekam ich neben Krankengymnastik auch manuelle Lymphdrainage. Damals hieß es schon, ich hätte mässige Wassereinlagerungen in den Armen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich mir nicht weiter zu helfen und habe  es akzeptiert. Erst später wurde mir klar, dass es an der Pille liegen kann. Mittlerweile habe ich immer noch recht kräftige Oberarme, aber weitaus weniger schlimm als noch in 2011!

Auch diverse Krebsarten sollen durch die Pille angefeuert werden, dazu gibt es etliche Beiträge im Netz! Lest euch doch mal rein!

Mittlerweile ist es tatsächlich so, dass ich was die Kopfschmerzen angeht beschwerdefrei bin! Es ist unglaublich, aber ja! So viele Jahre musste ich damit leben, aber etwa 4 Monate nach Absetzen der Pille wurde es immer besser. Mittlerweile habe ich alle 30 Tage mal leichte Kopfschmerzen, das wars aber auch. Mein Schmerzmittelkonsum, der vorher teilweise heftig war, konnte ich so auf eine Schmerztablette alle 2 Monate verringern.

Wielange dauert es bis die Hormone der Pille aus meinem Körper sind?

Meine Frauenärztin meinte etwa 6 Monate. Bis dahin sollten die hormonellen Rückstände der Pille ausgeschieden sein. Erste Veränderungen bemerkte ich wie gesagt ab dem 4. Monat und ich bereue es keinen Tag, dass ich mich von der Pille verabschiedet habe. Mein Zyklus hat sich auch nach dieser Zeit relativ schnell angepasst und ich kam auf etwa 30 Tage. Ich konnte beinahe die Uhr danach stellen. Natürlich kann ich nicht bestimmen, auf welchen Tag ich meine (früher) Abbruchblutung schiebe, aber selbst das macht mir nichts mehr aus.

Nachdem ich dann übrigens angefangen habe vegan zu essen vor eine halben Jahr etwa, wurde mein Zyklus nochmal extrem durcheinander gebracht. Dadurch das ich auf die Hormone in Milch und Fleisch verzichtete, gab’s nochmal ein totales durcheinander, welches sich gerade erst wieder normalisiert (viel positiver als zuvor – so viel sei gesagt). Wer also Interesse an dieser Story hat, sagt sehr gerne bescheid!

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Pille gemacht? Habt ihr euch generell schon einmal mit den Nebenwirkungen auseinander gesetzt?

Quellen:
1 Deut­sche Gesell­schaft für Gynä­ko­lo­gie und Geburts­hilfe e. V.: Leit­li­nien, Emp­feh­lun­gen, Stel­lung­nah­men. 2004.
2 Skovlund, C. W.: Association of Hormonal Contraception With Depression. JAMA Psychiatry. 28. September 2016.
3 Wallwiener, C. W. et al.: Prevalence of Sexual Dysfunction and Impact of Contraception in Female German Medical Students. The Journal of Sexual Medicine. Vol. 7, Issue 6, 2010.
4 Diedrich, K. et al.: Gynäkologie & Geburtshilfe. 2. Auflage. Heidelberg 2007.
5 Hirschberg, A. L.: Sex Hormone, appetite and eating behaviour in women. Vol. 71, Issue 3, 2012.

Folge:

25 Kommentare

  1. Sanni
    23. Januar 2017 / 14:49

    Es ist wirklich erstaunlich, was teilweise Kindern ( ich finde das kann man bei 12 Jährigen noch sagen) schon verschreiben wird! So gut die moderne Medizin auch teilweise ist, so birgt sie auch gefahren… diese ganzen Nebenwirkungen finde ich grauenhaft und ich habe ebenfalls vor einiger Zeit abgesetzt.
    Die ganzen Tabletten und Mittelchen sind ungefähr für unseren Körper so, als wolle man ein Auto mit einem Vroschlaghammer reparieren. Teilweise funktioniert das, aber die ein oder andere Beule gibts mit Sicherheit. Deswegen versuche ich seit 3 Jahren auf alle Medikamente zu verzichten, die ich nicht unbedingt und sehr dringend benötige.

    Zum Thema fragne Sie Ihren Arzt: Ich habe vor einiger Zeit (bevor ich abgesetzt habe) bei meinem Frauenarzt angefragt, ob ich nicht ein anderes Präparat haben könne, da viele eben Trombose fördern etc. und meine Familie ist etwas vorbelastet mit Schlaganfall und ähnlichem. Das einzige was ich zu hören bekam war “ Haben Sie denn Beschwerden? Wenn nein, ich gebe Ihnen hier dieses Infoblatt. Und bitte hier unterschreiben, dass ich Sie ausführlich über das Thema informiert habe. Bitte nehmen Sie in Zimmer xy Platz und machen sich frei.“ Ich fande das eine Frechheit. Und nur weil ich vll aktuell nichts merke, heißt das doch nicht, meinem Körper schadet es nicht! Danach bin ich nicht mehr zu diesem Arzt und habe nach Recherche abgesetzt. Und nein, den Zettel habe ich auch nicht unterschrieben, ich finde wenn man so abgespeist wird, muss das auch nicht sein!

    Ich würde mir wünschen, dass die Ärzte Ihren Patienten eine ehrliche Meinung mitteilen würden und nicht die Meinung, die ein Pharma-Unternehmen vertritt.

    Toller Beitrag! Solche Themen sollte man viel öfter ansprechen, um vll die ein oder andere zumindest auf Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam zu machen. Es muss ja nicht „bekehrt“ werden, jeder hat seine eigene Meinung und darf mit seinem Körper umgehen wie er möchte, aber zumindest sollte man dann auch Bescheid wissen!

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 11:21

      Das hört sich ja auch furchtbar an! Bin da ganz bei dir! Nur weil man jetzt aktuell noch keine Beschwerden hat, heißt es ja nicht, dass im Körper etwas vor sich geht, was nicht in Ordnung ist. Auf jedenfall gut, dass du dort nicht mehr hingegangen bist.
      Alles Liebe
      Lisa

  2. Laura
    23. Januar 2017 / 8:30

    Liebe Lisa,

    ich muss ehrlich sagen dass es mir mittlerweile fast Angst macht deine Beiträge zu lesen 😀
    Du gehst wirklich die gleichen Schritte wie ich (erst vegan, dann Pille weg) und ich lese so vieles bei dir was mich an mich erinnert.
    Ich finde es ganz toll dass wir auf dem gleichen Weg sind weil ich deine Tipps, Rezepte usw super toll nutzen kann 🙂
    Vielen Dank auch nochmal für den Tipp mit den Wattepads (auf Twitter) ich finde diese grandios und bin froh endlich keine mehr kaufen zu müssen.
    Ich habe mich durch das absetzen der Pille auch so stark verändert, dass ich es garnicht fassen kann wie lange ich diesen Dreck genommen habe.
    Ich habe mich für die Gynefix entschieden und bin super zufrieden damit. Klar, Kupfer ist jetzt auch nicht unbedingt perfekt aber viiiiel besser als die Pille – ich merke nämlich
    einfach garnichts 🙂
    Ich freue mich auf viele weitere Beiträge zum Thema Gesundheit/ Ernährung 🙂
    LG Laura (Lauralein3010 auf Insta)

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 11:22

      Haha, witzig! 🙂
      Freut mich natürlich, dass ich nicht alleine bin mit meiner Meinung und auch Veränderung. 🙂
      Weitere Beiträge folgen. 🙂

  3. 22. Januar 2017 / 20:59

    Oh je, das klingt ja fürchterlich, so viele Jahre Kopfschmerzen! Ich höre es mittlerweile immer öfter, dass die Pille von vielen nicht vertragen wird. Ich selbst habe sie vom 23. bis zum 48. Lebensjahr durchgehend genommen, nur mal das Präparat gewechselt. All das, was Du hier schreibst, habe ich nie gehabt, keine Gewichtszunahme, keinerlei Nebenwirkungen, ich kann sagen, dass ich sie wirklich sehr gut vertragen habe und gewechselt hatte ich nur auf eigenen Wunsch, von wegen spezielle Pille gegen Hautunreinheiten und dann wollte ich mal später eine Pille mit weniger Östrogen etc. So mit Ende 40 hatte ich die Pille dann trotzdem satt, mir wurde da (darf man gar nicht laut sagen!!!) zum ersten Mal bewusst, dass ich es mir so viele Jahre sehr einfach gemacht hatte und immer 2 Fliegen mit einer Klappe schlug: Hautunreinheiten bekämpfen und Verhütung. Und ich bin eigentlich kein Fan von Medikamenten und nehme sie nur im Notfall, aber die Pille habe ich naiverweise nie als Medikament gesehen. Ich hatte Angst seinerzeit, dass beim Absetzen die Hautunreinheiten wieder ausbrechen und so war es leider auch, aber für mich war es dennoch keine Option, die Pille weiter zu schlucken. Wobei man ja sagen könnte, ach, haste so lange eingenommen, kommt jetzt bis auf die paar Jahre bis zum Wechsel auch nicht mehr an, aber mir passte es nicht mehr. Mittlerweile brauche ich sie aufgrund der Wechseljahre nicht mehr, aber wenn ich nochmal jung wäre, würde ich niemals mehr mit der Pille verhüten, auch nicht, wenn ich sie gut vertragen würde. Mir drängt sich aber auch so bissel der Verdacht auf, dass die Pillen aus der alten Generation womöglich doch anders zusammengesetzt waren, denn ich habe erst in den letzten 15 Jahren rum so häufig gehört, dass sie von vielen nicht gut vertragen wird. Liebe Grüße

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 11:25

      Ich bin mir nicht unbedingt sicher, ob sie wirklich anders zusammengesetzt waren. Mittlerweile wird alles einfach in den Medien viel mehr aufgebauscht. Ganz früher wusste man ja nichtmal, wenn ich China oder sonst wo ein Bürgerkrieg herrscht oder hat es erst eine Woche später erfahren. Heute ist man durch die Nachrichtenerstattung ja teilweise sekündlich dabei. Ich würde mir total wünschen, dass sich die junge Generation wenigstens einmal Gedanken dazu machen würde, auch wenn sie sich dann trotzdem dafür entscheidet. Bewusster Umgang reicht ja schon. 🙂

      Alles Liebe und ein schönen Mittwoch!
      Lisa

  4. Elly
    22. Januar 2017 / 19:00

    Hey,

    Mir geht es da genau so wie Talasia 🙂 Ich nehme die Pille auch schon seit ca 10 Jahren, habe auch zwei mal gewechselt, eben wegen bestimmten Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, etc.
    Auch habe ich nach dem Ende einer Beziehung, die Pille über ein Jahr nicht mehr genommen, und außer den schmerzvollen, stärkeren Unterleibsschmerzen keine Veränderung feststellen können.
    Natürlich muss auch jeder selbst abwägen, was für einen am besten ist. Ich habe zum Beispiel, als diese ganzen YouTube/ Blogger Themen kamen, war Person XY die Pille nicht mehr nimmt mich auch bei meiner Frauenärztin über die Hormonfreie Variante der Kupferspirale informiert . Fazit war, das die dadurch wieder auftretenden starken Unterleibsschmerzen (und eben auch der Preis) mich auch gleich wieder abgeschreckt haben, zusätzlich zu den Erkenntnissen im Freundeskreis, das viele trotz Kupferspirale schwanger geworden sind. Da ich selber noch studiere, wäre mir dieses Risiko auch viel zu hoch.
    Ansonsten habe ich tatsächlich keine der aufgelisteten Nebenwirkungen bei mir ausfindig machen können und durch die regelmäßige Regel und eben den viel, viel geringeren Unterleibskrämpfen, konnte ich für mich selber sogar noch einige Vorteile ausmachen (und die Verbesserung der Haut, aber ich habe auch extra eine Pille die die Haut verbessert).

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 11:27

      Das hört sich natürlich sehr gut an. Dazu muss ich aber sagen, dass ich ja selbst bei meinen Problemen jahrelang nicht an die Pille gedacht habe. Aber grundsätzlich ist sie glaube ich schon recht gut verträglich.

      Danke für dein Kommentar. 🙂
      LG

  5. 22. Januar 2017 / 18:41

    Ich denke, dass es für die Ärzte einfacher ist, um Teenagerschwangerschaften zu vermeiden. Und ich kann das ein Stück verstehen, weil man beim ersten Mal, im Eifer des Gefechtes, nicht immer auf die Idee kommt, zu verhüten. Jeden Tag gewohnt eine Tablette zu nehmen, ist eine einfache Lösung.

    Aber ja, man sollte sich mit Nebenwirkungen beschäftigen und feststellen, ob es passt.

    Sehr bewegt hat mich eine Diskusion utner einem Video, indem die YT klar gesagt hat: Mir geht es gut damit und ich nehm sie gern. Darunter wurde ihr empfohlen, sie solle es „einfach ausprobieren“ – finde ich schwierig. Denn obwohl der Grund gut ist – ein Jahr waren, bis sich die Hormone wieder natürlich eingestellt haben, um es mal „auszuprobieren“?

    Interessant fand ich auch das Thema Hauptrobleme – durch die Pille werden die Hormone reguliert. Wenn man diese nichtmehr nimmt, muss man sich verstärkt um Hautpflege kümmern.

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:13

      Ja das kann natürlich gut sein, wobei mir das damals nie nie niemals passiert wäre! Also nicht an die Verhütung zu denken, aber es kann schon durchaus was wahres dran sein!

  6. Doro
    22. Januar 2017 / 18:39

    Ich spiele auch oft mit dem Gedanken, die Pille abzusetzen, habe aber Angst vor den Nebenwirkungen, die ohne Pille auftreten. Ich weiß, das dass eigentlich verrückt ist, da ohne ja der natürliche Zustand ist, aber ich habe total Angst vor schlechterer Haut und v.a. Haarausfall. Ich habe sowieso sehr wenig und dünnes Haar und trockene, schuppende Haut und wenn das dann noch schlimmer werden würde…. Hast Du diesbezüglich Erfahrungen? Und, falls das nicht zu persönlich ist, wie verhütest Du jetzt? Immer Kondome zu verwenden zu müssen, finde ich in einer langjährigen Partnerschaft etwas umständlich.
    LG Doro

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:16

      Teilweise ja. Nachdem ich die Pille abgesetzt habe, ist meine Haut tatsächlich nicht mehr zu trocken – vor Allem an den Beinen! Endlich! Ich hatte da wirklich viele Probleme. Meine Haare empfinde ich eher als schöner, aber ich nehme auch seit circa 5 Monaten Biotin und Folsäure zusätzlich. Haarausfall hatte ich garkeinen.
      Wir sind jetzt 15 Jahre zusammen und verhüten mit Kondomen. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, ist es kein Problem mehr. Wir wissen ja wieso. Die Gesundheit geht vor und mein Mann würde an meiner Stelle auch keine Pille nehmen wollen. Klar, es gibt immer mal Momentan da ist es etwas nervig ( 🙂 ), aber das klappt eigentlich echt ganz super. 🙂

  7. Christin
    22. Januar 2017 / 14:16

    Hallo Lisa,

    danke für diesen tollen Beitrag, der mal nicht auf Beauty eingeht, aber dafür ein sehr wichtiges Thema umreißt, über das man viel informierter sein sollte!
    Vor allem im dem Punkt Kopfschmerzen finde ich mich zu 100% wieder. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich die Pille nur relativ „kurz“ genommen habe (ungefähr 8 Monate), denn ich will gar nicht wissen, welche Folgen das noch nach sich gezogen hätte. Bei mir fing es nach ca. 3 Monaten mit den Kopfschmerzen an, zunächst mit einigen schlimmen Kopfschmerzattacken bzw. sogar Migräneanfallen, bei denen keine Tablette helfen konnte und die teilweise einen Tag andauerten. Danach wurde es zwar etwas weniger schlimm aber dafür immer häufiger. Bis ich zum Schluss mindestens 5-6x die Woche Kopfschmerzen und eigentlich das Gefühl hatte, dass es nie aufhört. Nach dem Absetzen hoffte ich natürlich drauf, dass es sofort besser wird, aber du schreibst ja, dass es bis zu 6 Monaten dauern kann, bis die Hormone aus dem Körper sind, es heiß also abwarten. Die ersten zwei Wochen waren die schlimmsten, ich hatte das Gefühl, die Kopfschmerzen sind schlimmer als je zuvor, aber danach wurde es ein wenig besser und ich hoffe das bleibt auch so. Dein Beitrag hat mich darin bestärkt, dass das Absetzen die richtige Entscheidung war und ich kann wirklich nur allen empfehlen sich besser zu informieren, vor allem auch über Alternativen, bevor man zur Pille greift. Ich denke die meisten sind sich gar nicht bewusst, was für einer Hormonbombe sie sich da aussetzen.

    Liebe Grüße,
    Christin

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:17

      Hallo Christin,
      ich kann dich sehr gut verstehen und hoffe, dass das auch bei dir helfen wird und du bald wieder unbeschwerter das Leben genießen kannst. Bei so starken Kopfschmerzen leidet einfach die Lebensqualität.. 🙁

  8. 22. Januar 2017 / 14:11

    Toller Beitrag!
    Genau wie du habe ich in jungrn Jahren die Pille genommen und mir überhaupt keine Gedanken gemacht.
    2010 habe ich dann mit der Pille aufgehört. Die Gründe weiß ich gar nicht mehr so genau. Aber dann habe ich mich auch mehr mit dem Körper beschäftigt und war froh, mich von der Pille verabschiedet zu haben.
    Meine Kopfschmerzen habe ich nie auf die Pille geschoben, hatte ja keine Ahnung. Aber mir fiel dann auf einmal auf, dass ich keine Packung Schmerzmittel pro Monat mehr brauche und nur noch selten Kopfschmerzen hatte.

    LG
    Faye

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:18

      Freut mich, dass es dir damit nun auch besser geht. Es hat wirklich ewig gedauert, bis ich kapiert habe, dass es eventuell an der Pille liegt.
      Liebe Grüße, Lisa

  9. Hana Mond
    22. Januar 2017 / 12:06

    Ich habe die Pille zum ersten Mal in meinen 20ern genommen und vorher die Packungsbeilage und Liste der Nebenwirkungen gelesen – mache ich bei jedem Medikament, dass ich nehme. Und nach Beginn der Einnahme beobachtet, ob sich etwas verändert … zum Glück habe ich überhaupt keine Nebenwirkungen von der Pille, toi toi toi.

    Es ist problematisch, dass gerade sehr junge Mädchen nicht über Nebenwirkungen aufgeklärt werden – ich glaube nichtmal, dass Frauenärzte da ans Geld denken; für viele ist „Frauen nehmen die Pille“ einfach eine Selbstverständlichkeit, denke ich, und sie machen sich zu wenig Gedanken darüber. Genau wie die vielen erwachsenen Frauen, die ja eigentlich reif genug sein sollten, sich zu informieren, was für Wirkungen und Nebenwirkungen Medikamente haben, die sie nehmen … da wird in unserer Gesellschaft generell wohl recht gedankenlos mit umgegangen, mit der Pille ebenso wie mit anderen Medikamenten. Ich bin froh, dass Medikamente immerhin zumindest apothekenpflichtig sind und nicht in Supermärkten verkauft werden wie anderswo; sonst würden sie wohl noch bedenkenloser eingeworfen …

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:19

      Ja das stimmt. In anderen Ländern bekommt man ja teilweise echt viel in der normalen Drogerie! Danke für dein Kommentar! <3

  10. 22. Januar 2017 / 12:04

    Wir haben uns ja schon vor längerem mal darüber unterhalten, als wir uns in Hannover gesehen haben und ich habe ja auch die Vermutung, dass meine ständigen Kopfschmerzen daher kommen. Mittlerweile habe ich sie auch abgesetzt und hoffe, dass es mit den Kopfschmerzen besser wird.

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:20

      Toi Toi Toi, ich drücke die Daumen <3

  11. 22. Januar 2017 / 8:55

    Ich habe mich auch schon vor Jahren von der hormonellen Verhütung verabschiedet. Mir ging es ähnlich wie dir, ich fühlte mich matt, antriebslos und einfach unwohl. Als dann im Bekanntenkreis meines Mannes eine junge Frau an Krebs verstarb, war das der Auslöser, an dem ich die Pille abgesetzt habe. Mein Zyklus normalisierte sich recht schnell. Natürlich war die Hormonentzugsblutung schwächer und kürzer, aber das nehme ich gerne in Kauf, weil die Nebenwirkungen der hormonell basierten Verhütung für mich zu stark waren.

    Danke, dass du dieses Thema ansprichst und gerade auch junge Mädchen/Frauen dazu ermutigst sich mit ihrem Körper und einer passenden Verhütung auseinanderzusetzen.

    Liebe Grüße
    Anne

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:20

      Ich danke dir für deinen Kommentar <3

  12. 22. Januar 2017 / 8:42

    Ein sehr interessanter und wichtiger Beitrag finde ich =) und ich denke, dass es auch für jeden sinnvoll ist, der solche Beschwerden hat. Für mich kommt es allerdings aktuell nicht in Frage. Ich habe und hatte noch nie merkbare Probleme durch die Pille. Kopfschmerzen und Depressionen, sexuelle Unlust oder andere (körperliche) Beschwerden habe ich alle nicht. Bei mir ist alles gut so wie es ist. Als ich etwas ein halbes Jahr die Pille nicht genommen hatte, als ich 2013 7 Jahre Beziehung beendete… da habe ich für mich gemerkt, dass das absetzen der Pille für mich kein Spaß ist. Meine Blutungen waren viel stärker, länger und vor allem schmerzvoller. Hätte ich wie gesagt andere Beschwerden, die dann dadurch wegfallen würden – ja dann würde ich das definitiv in Kauf nehmen. Aber da ich eben keine Beschwerden habe und das wirklich in den 6 Monaten als sehr sehr unangenehm empfand ist das für mich erstmal vom Tisch. Sollten irgendwann Beschwerden auftreten dann werde ich sicher darüber nachdenken und es im Hinterkopf haben.

    • 24. Januar 2017 / 2:27

      So geht es mir auch. Ich bemerke keine Nebenwirkungen durch die Pille, dafür aber umso mehr Probleme wenn ich die Pille nicht nehme. Meine Regelschmerzen sind unerträglich, so schlimm dass ich mich übergeben muss. Dazu sind die Blutungen extrem stark, an Sport oder so etwas ist nicht zu denken. Das schränkt mich alles so dermaßen ein, dass ein Absetzen der Pille für mich im Moment nicht in Frage kommt.

    • lovelycatification
      25. Januar 2017 / 12:21

      Ich drücke die Daumen, dass es natürlich so bleibt. Und wenn du es nochmal versuchst, wer weiß, vielleicht ist es beim nächsten mal ja nicht mehr so schlimm. 🙂

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