[LIFESTYLE] Minimalismus und wieso ich noch nicht ganz dazu bereit bin plus 5 Tipps

Minimalismus

Minimalismus und wieso ich noch nicht ganz dazu bereit bin plus 5 Tips

Weniger ist mehr – ein Ausdruck den wir alle kennen! Dabei geht es nicht immer um das Make-up, sondern auch um ganz alltägliche Dinge, wie zum Beispiel 10 Kochlöffel, obwohl man vermutlich nur einen braucht, aber sich irgendwie doch so viele angesammelt haben.

 

Es gibt mittlerweile Unmengen an Ratgebern und einige davon habe ich gelesen, doch am meisten hat mich „Magic Cleaning“ vom Mari Kondo beeinflusst – zumindest bis zu einem gewissen Grad! Es gibt Dinge, für die bin ich einfach noch oder garnicht bereit: Capsule Wardrobe wäre da so ein Stichwort! „eine Mini-Garderobe mit 25-37 Teilen aus Ober- und Unterteilen, Kleidern, Jacken oder Mänteln und Schuhen, besteht ausschließlich aus deinen Lieblingsstücken, die du je nach Stimmung und Bedarf miteinander kombinieren kannst.“ Einfach nein! Dazu liebe ich die Mode zu sehr!

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Höher, schneller und weiter! Jeden Tag werden wir bombardiert von wunderschönen Körpern, egal ob von den Stars und Sternchen dieser Welt oder den angesagten Bloggermädels, die auf wirklich jedem einzelnen Bild was anderes tragen. Es werden verschiedene Shape Produkte in die Kamera gehalten, die ohne Mühe lästige Pfunde schmilzen lassen sollen und damit werden wir auch in den Bikini eine Nummer kleiner passen. Hier ist das Motto eher Mehr ist Mehr doch Obacht! Die gezeigten Teile sind nicht alle gekauft, die wenigsten vermute ich, aber dennoch leben wir in einer Konsumgesellschaft und das schicke Teil von vor 4 Wochen ist für einen auf einmal nicht mehr so wichtig, wie in dem Moment, in dem man den Kaufbutton gedrückt hat! Ich selbst nehme mich da im Übrigen absolut nicht raus!

Ich liebe aber auch die Mode so sehr und ich liebe es wie vielseitig man alles kombinieren kann. Ich liebe auch mal ganz spezielle Teile, die man nicht ständig trägt. Das finde ich auch absolut in Ordnung, aber ich habe gelernt dieses neumodische „Minimalismusding“ dann einfach auf andere Bereiche in meinem Leben anzuwenden und es macht mich glücklich!

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Minimalismusdings Tip 1:

Ihr lest gerne Zeitschriften? Schön, ich auch! Einmal gelesen, dann bitte in die Tonne. Keine Stapel irgendwo (außer es ist die Vogue!) Auch Flyer oder Rechnungen, die man nie wieder anschaut. Blätterzeug, bei dem kein Hahn mehr danach kräht kommen direkt in die Tonne! Wichtiges dagegen darf gleich abgelegt werden (ich arbeite noch dran!). Auch Geburtstagskarten (außer sie waren mega besonders), kommen bei mir sehr schnell in den Müll. Nicht falsch verstehen, ich freue mich darüber, aber damit wurde das Ziel der Karte auch erreicht.

Tip 2:

Kommen wir doch nochmal zu dem Modeproblem. Jedes einzelne Klamottenstück kommt einmal in die Mitte auf den Boden (bitte vorher saugen!) und wird angezogen. JEDES EINZELNE! Kann schonmal einen ganzen Sonntag kosten, die Haare am besten zu einem Dutt hochstecken, sonst wird’s sehr schnell nervig. Alles was einem nicht mehr gefällt, aber noch super in Ordnung ist, kommt auf einen Haufen. Alles, was einem garnicht mehr gefällt, es einfach schon sehr alt ist, unter Umständen auch irgendwo beschädigt, kommt auf einen Haufen und alles was man immer noch liebt und wo man sich auch einfach selbst wieder erkennt, kommt direkt wieder in den Schrank. Ein Tip im Tip: Macht gleich getragen Bilder von den noch guten Teilen, die ihr aber ausmisten wollt und stellt sie im gleichen Zug in Kleiderkreisel zum Verkauf ein. Die anderen Teile dürfen dann gerne gespendet werden oder kommen in den Kleidercontainer.

Tip 3:

Geht in eure Küche und sortiert gnadenlos aus. Man braucht keine 25 verschiedenen Gabeln. Wenn die Verwandschaft dann doch mal kommt, muss eben improvisiert werden. Man braucht auch kein Teeservice für 8 Leute, wenn man in 98% der Fälle zu Zweit oder zu Dritt ist. Kochlöffel, Pfannenwender, Kochtöpfe. Überlegt genau was ihr wirklich braucht! Positiv: Plötzlich muss die Spülmaschine nicht mehr so oft angestellt werden.

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Tip 4:

Egal um was es geht, kurz vor einem Kauf solltest du dir nur eine einzige Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Denke darüber nach wieso du in diesen Laden gegangen bist, ob du ein Ziel hattest und ob du dieses Kleid, die Klamotte, das Küchenutensil, den Dekogegenstand wirklich brauchst in deinem Leben.

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Tip 5:

Entferne jeglichen Schnickschnack, Staubfänger und Nippes. Genau das habe ich vor einigen Monaten in unserem Wohnzimmer gemacht, weil einfach überall Schnickschnack rumstand, der niemandem einen Nutzen gebracht hat. Mein Mann kam rein und hat nur gesagt: „ich weiß nicht was du gemacht hast, aber es sieht hier sehr ordentlich und angenehm aus“. Es beruhigt einen innerlich und macht glücklich.

Es ist nicht schwer und jeder kann irgendwo in kleinen Schritten damit beginnen. Zum Beispiel jeden Tag 5 Dinge online stellen und verkaufen, 5 Dinge in den Müll befördern. Leitungswasser trinken ist übrigens auch ein super Tip! Kein lästiges Schleppen mehr von Getränkekisten und keine Weichmacher im Wasser! Beim Minimalismus stellt sich jeder seine eigenen Regeln auf, es ist kein Wettbewerb. Wir sind Menschen und jeder von uns hat andere Dinge im Leben, die einem besonders wichtig sind. Aber auch kleine Schritte, können einem zu einem glücklicheren Ich helfen!

Wie steht ihr zum Thema Minimalismus?

Folge:

16 Kommentare

  1. 2. Juli 2017 / 17:31

    Weniger ist oft mehr – da ist viel Wahres dran. Ich halte nicht viel von strikten verallgemeinernden Vorgaben wie etwa der maximalen Anzahl von Gegenstand xyz, die man besitzen sollte – ich denke, das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wie du ja auch schreibst – dir ist Mode wichtig, du brauchst für dich mehr Kleidung als jemand anders und dafür vielleicht weniger Spezialmesser als ein leidenschaftlicher Koch. Zu erkennen, was man _persönlich eigentlich nicht braucht und was eigentlich nur Ballast ist, ist aber halt auch nicht eben trivial.

    Von mir selber nicht mehr benötigte Dinge wie etwa Zeitschriften, Bücher, Haushaltsgegenstände usw. werfe ich nicht weg, sondern verschenke sie weiter. Entweder im Bekanntenkreis, über Bücherschränke oder die Nachbarschaftshilfe. Dann freut sich noch jemand anders darüber.

    Liebe Grüße
    Anne

  2. 20. Juni 2017 / 0:08

    Das ist ein heisses Eisen. Das Thema beschäftigt mich schon etwas länger und ich lebe grundsätzlich auch ziemlich minimalistisch bis auf Kosmetik. Bei Kosmetik kann ich mich von vielen Produkten nicht trennen.

    LG Dana

  3. 17. Juni 2017 / 13:20

    Ich finde Minimalismus eigentlich ganz gut, aber ich krieg das teilweise iwie nicht so hin 😀

  4. 16. Juni 2017 / 18:09

    Ich finde Minimalismus ganz gut, wenn nicht übertrieben wird. Heute habe ich beispielsweise wieder mal meinen Kleiderschrank ausgemistet, aber von allem trennen könnte ich mich jetzt nicht. 😀

    Liebe Grüße

    Anna <3

  5. 16. Juni 2017 / 16:59

    Ohja, gerade die „Brauche ich das wirklich?“ Frage finde ich immer super wichtig und man sieht mal wirklich, was alles weg kann. Finde es auch wichtig, sich manchmal zu reduzieren und auf das Wesentliche zu fokussieren. Tut richtig gut!

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

  6. 14. Juni 2017 / 15:53

    Minimalismus kann ich mir gerade was Klamotten und Beauty angeht derzeit leider gar nicht so gut vorstellen! 🙂

    Liebst,
    Andrea

    Gewinnspiel mit Alcina!

  7. 13. Juni 2017 / 12:36

    Ich finde Minimalismus eigentlich super. Der ganze viele Kram belastet mich irgendwie. Dennoch schaffe ich es mit der Umsetzung leider nicht. Ich nehme mir mal deine Tipps zu Herzen.

  8. 12. Juni 2017 / 15:29

    Ich finde das Thema Minimalismus auf jeden Fall sehr spannend und deine Tipps kann ich so nur bestätigen. Man fühlt sich gleich viel wohler wenn man Dinge aussortiert hat. Ich mache das auch 2-3x im Jahr und danach habe ich immer das Gefühl, ich könne wieder besser atmen. Dinge spenden wäre auch noch eine Möglichkeit, das mach ich ab und an. So hat wenigstens jemand etwas davon, der es wirklich benötigt 🙂 Liebe Grüße

  9. 12. Juni 2017 / 14:15

    Ja Minimalismus sieht auf Bildern immer toll aus und doch ist es gar nicht so leicht 😀
    Danke für diesen tollen Tipps <3
    Hab einen wunderschönen Tag,
    Liebste Grüße
    Sassi <3

  10. 12. Juni 2017 / 11:18

    Schön geschrieben und danke für die Tipps! Das ein oder andere muss ich mir tatsächlich auch noch vornehmen. Mit einer Mini-Garderobe komme ich aber auch nicht aus.

  11. 9. Juni 2017 / 14:17

    Ich finde die Form des Minimalismus so schön.
    Persönlich hätte ich das von mir niemals erwartet, da ich mein Lebenlang dazu geneigt habe, Dinge zu horten – wirklich alles.
    Aber vielleicht wird man reifer (in meinem Fall) und merkt, dass man all das nicht braucht.
    Vor allem finde ich, dass es nicht nur Platz nimmt, aber auch extrem viel Zeit!
    Dennoch, gibt es Bereiche und Dinge, wo es auch mir schwer fällt, mich zu trennen 😀

    alles Liebe

  12. 8. Juni 2017 / 14:22

    Ein toller beitrag! ich bin seit einiger Zeit schon dabei, endlich mehr Ordnung, Struktur und Übersicht in den Haushalt (und Schminktisch) zu bringen. Was doppelt, dreifach oder gar vierfach existiert wird radikal aussortiert. Das fängt bei Kleinigkeiten wie Zeitschriften an und geht zieht sich weiter durch das Haus. Inzwischen konnte ich mich vin einigem trennen und muss sagen, es fühlt sich gut an 🙂 Natürlich gibt es auch Teile (gerade im Schminktisch) von denen ich mich einfach (noch) nicht trennen kann und auch mal noch etwas in der Schublade verweilen dürfen 🙂

    LG Manuela
    Blush & Sugar

  13. Doro
    8. Juni 2017 / 11:18

    Ein interessantes Thema. Mit Kleidung oder Nippes habe ich kein Problem, wohl aber mit Papierkram. Da werden Rezepte ausgeschnitten, Garten- und Gesundheitsreihen aus der Zeitung aufgehoben. Zeitschriften wegwerfen ist auch schwierig. In jeder ist irgendeine schöne Modestrecke, Rezept, Produkttipps, die ich mir einbilde, aufheben zu müssen. Hast du dieses Bedürfnis gar nicht? Kannst du es trotzdem einfach wegwerfen? Rausreissen und aufheben ginge zwar auch, wird bei mir aber immer uferlos und ist unpraktisch, ordentlich aufzubewahren.
    Viele Grüße, Doro

    • lovelycatification
      9. Juni 2017 / 8:17

      Tatsächlich schon lange nicht mehr. Früher habe ich mir auch immer mal eine Seite rausgerissen und gesammelt und wenn ich ganz ehrlich bin, danach nie wieder reingeschaut.

  14. 8. Juni 2017 / 10:27

    Ja, Minimalismus ist – gerade in der radikalsten Form – nicht für jeden etwas. Klar, wessen Stil „Schwarz und schlicht“ ist und wer bei 10° und 20° das gleiche T-Shirt trägt, dessen Kleiderschrank kann sehr klein sein, aber wenn man Farben und Vielfalt mag und eher temperaturempfindlich ist, ist es nicht sinnvoll, sich extrem einzuschränken.

    Sinnvoll ist es dagegen wirklich, jedes Kleidungsstück mal probehalber anzuziehen. Ich hätte das früher nicht geglaubt, aber auch ehemalige Lieblingsteile können zu ungeliebten Stücken werden. Hatte gestern ein Shirt an, das ich mal heiß geliebt habe und bei dem ich jetzt feststellte, dass es irgendwie nicht mehr mein Ding ist. Hätte ich meine Shirts nur durch „Angucken“ aussortiert, wäre das Teil im Schrank geblieben.

    Deine Tipps finde ich gut – ich sollte mir _wirklich_ angewöhnen, Zeitschriften sofort zu lesen und dann wegzuwerfen! -, nur bei Tipp 3 kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen: Meine Besteckschublade nimmt nicht weniger Raum ein, wenn ich 5 statt 30 Gabeln habe, und je weniger Besteck ich habe, desto öfter muss ich den Geschirrspüler anwerfen (oder täglich per Hand spülen).
    Aber natürlich sollte man nur die Dinge behalten, die man auch braucht. Besonders schwer fällt mir das Ausmisten bei Backformen. Die liebe ich einfach, auch wenn ich natürlich nicht täglich Motivkuchen backe. Da muss ich mal wirklich in mich gehen, ob ich die alle behalten sollte …

  15. 8. Juni 2017 / 10:15

    Ich fand den Ansatz, dass man nicht immer minimalistisch leben muss, sehr gut und hätte mich über mehr dazu gefreut. Stattdessen gab es Tipps, wie man trotzdem minimalistisch leben kann. Ich habe das Gefühl, dass wir uns von der Vielfalt bedroht fühlen und zu sehr in den Medien leben. Ist die Gefahr der Konsumgesellschaft real? Wenn ich mir die Menschen in meinem Umfeld angucke, stelle ich fest: Sie tragen nicht jeden Tag ein neues Kleidungsstück – und es ist mir egal. Es gibt Klamotten, die ich an ihnen mag und die ich nicht an ihnen mag. Zeitschriften lese ich übrigens oft online.

    Ich denke, Individualität ist in Ordnung. Es gibt sicher Menschen, denen Aufräumen gut tut. Und es ist ein guter Motivator, ein Leitbild, mit sowenig wie möglich auszukommen. Aber es muss nicht sein. Wenn sich jemand mit „Nippes“ wohlfühlt, dann kann er das tun.

    Ich frag mich manchmal, ob wir all diese Ratgeber brauchen. Brauchen wir alle die vielen Bücher – oder nur jemanden, der uns zuhört? Ich habe das Gefühl, dass viele Ratgeber kein Bedürfnis befriedigen, sondern eines erschaffen.

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