[TRAVEL] Lanzarote

Ein kleines Reisetagebuch – Lanzarote

Ui, eine neue Kategorie! Ja, genau! Zwar bin ich sicher niemand, der ständig verreist, aber so 1-3 mal im Jahr bin auch ich unterwegs. Da mich selbst diese Beiträge immer unheimlich interessieren, dachte ich mir, dass ich euch ein kleines Reisetagebuch abtippe. Was wir also so getrieben haben. Vielleicht wird es für einige nicht so interessant, da es uns in ein „Clubhotel“ gezogen hat. Wieso? Der erste gemeinsame Familienurlaub mit unserer Tochter wollte ich so haben. Nicht um das Essen kümmern, All inclusive Leistungen und ein bisschen Animation, wenn sie denn möchte.

Wir waren im Seaside Los Jameos Playa Hotel in Puerto del Carmen.

Anreise:

Wir haben uns gleich für ein Pauschalangebot entschieden, inklusive Transfer zum Hotel. Ich wusste schon vorab, dass das Hotel nicht weit vom Flughafen entfernt war, hatte aber keine Lust mich um ein Taxi zu kümmern vor Ort. Mir war auch vorher nicht klar, wie die Kleine das so mitmacht. Immerhin mussten wir um 5 Uhr morgens schon los. Wir sind mit unserem eigenen Auto gefahren und auf einem Airportparkplatz, mit Hin und Rücktransfer zum Flughafen, geparkt, für insgesamt 51 Euro. Mit einem klapperigen Bus, der beinahe auseinander zu fallen drohte ging es dann zum Flughafen und direkt zum Check-In Schalter. Hier dann direkt ein kleiner Schock, zwei unserer Mitreisenden waren nicht auf den Flug gebucht und waren nicht zu finden. Unangenehme lange Minuten hielten wir wegen diesen Problems alle anderen Personen auf und wurden dann nochmal weggeschickt. Letztlich wurde manuell gebucht und wir hatten alle unsere Tickets in der Hand. Mit dem Bus ging es dann noch zum Flugzeug und ab in die kleine Maschine von SunExpress. Mein erster Flug mit dieser Airline. Ich hasse ja fliegen unheimlich, aber es muss ja sein. Bei jedem „Wackler“ bekomme ich direkt die Oberkrise und male mir alle schlimmen Szenarien im Kopf aus…. Direkt kam hier schon das nächste Problem: Da wir durch den Luftraum Frankreich fliegen mussten und die französischen Fluglotsen an diesem Tag gestreikt hatten, mussten wir so noch eine ganze Stunde im Saunaflugzeug sitzen und warten bis wir eine Flugerlaubnis bekamen. Der Flug allerdings war richtig klasse, denn wir hatten einen richtig tollen Piloten oder Co-Piloten (hier bin ich mir nicht so ganz sicher) Er hat die gesamte Flugzeit immer wieder gesprochen; erklärte penibel genau wieso es hier und da wackelt; wieso man gerade dieses Geräusch hört; wieso wir tiefer oder höher fliegen müssen; usw. Ein Pilot, dem man richtig angemerkt hat, wie sehr er seinen Job liebt! Genau das hat mir persönlich auch sehr die Angst vor dem Fliegen (zumindest in diesem Flugzeug) genommen. In Lanzarote kamen unsere Koffer ratz fatz. Wir stiegen in den Bus und wurden zu unserem Hotel gefahren. Begrüßt wurden wir direkt von einer deutschen Praktikantin, die uns alles genau erklärte. Ein Sekt gab es natürlich auch. An diesem Tag saßen wir nur noch ein wenig vor dem Pool und haben die Seele baumeln lassen.

1. Tag

Direkt am 1. Tag ging es für uns in den Rancho Texas Park. Ein kleiner Park mit allerlei Tieren und auch kleineren Tiershows. Das Alligatoren Gehege war angsteinflößend! Die Seelöwen-Show sehr witzig und insgesamt ein sauberer, angenehmer und überhaupt nicht überlaufener Zoo. Für unsere Tochter auf jedenfall ein Muss! Einziges Manko: Es gab nur Fast Food und es war auch nicht unbedingt sehr lecker. Am Ende des Zoos gab es ein Restaurant mit eben Burgern, Pommers und Pizza. Hier kann man gut und gerne 2-3 Stunden verbringen. Für Kinder gibt es überall kleine Spielplätze und viel zu sehen. Neben Alligatoren und Seelöwen gab es auch Gürteltiere, Papageie, riesengroße Weißkopfseeadler (die Show haben wir leider verpasst) und alle möglichen Reptilien und wirklich große weiße Tiger (Königstiger) . Die Gehege sind alle recht groß (bis auf das Papageiengehege: Das war leider eher ernüchternd) und weitläufig. Auch ab dem Nachmittag hieß es: Pool!

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Jameos del Aqua in Lanzarote

2. Tag

Bevor wir ein paar Tage im Hotel verbringen wollten, einfach ein bisschen am Pool Faulenzen haben wir uns ein Auto gemietet um ein bisschen in Lanzarote herumzufahren und zu dem Jameos del Aqua zu fahren. Die Jameos del Agua befinden sich wie die Cueva de los Verdes in dem Vulkantunnel, der durch den Ausbruch des Vulkans La Corona entstand. Die Jameos del Agua befinden sich in dem der Küste am nächsten gelegenen Abschnitt dieses Tunnels. Sie verdanken ihren Namen einem Binnensee, der eine einzigartige geologische Formation darstellt. Er wird durch Filtration verursacht, da er sich unter dem Meeresspiegel befindet.

Lanzarote

Nachdem man nach dem Eintritt durch eine kleine Eingangstür geht, geht man auf einer einfallsreichen und nicht stolpersicheren, steilen Wendeltreppe aus Vulkanstein und Holz hinunter. Direkt erblickt man den „Jameo Chico“ (klein Jameo). Üppige Vegetation und die abstrakten Elemente bilden den Blickfang der Struktur des Jameo.
Im Inneren der Höhle ist ein natürlicher See mit unglaublich klarem Wasser. Hier leben weiße Höhlenkrebse (Munidopsis Polymorpha), die im Wasser schimmern wir kleine Diamanten – hunderte/tausende. Diese kaum großer als 2 zentimenter einmalige Exemplar auf der Erde ist das Symbol der Jameos des Aqua.
Lanzarote
Lanzarote
Wenn man sich nun an der Seite diesen kleinen Sees durchgekämpft hat (hier fehlen seitlich am Abgrund teilweise Steine, was einen gewissen Nervenkitzel verursacht), kommt man wieder in einen unglaublich schönes dschungelartiges Ambiente. Hier kann man sich setzen und etwas essen, wenn man möchte. Wieder geht es hoch über eine steile Treppe und man kommt zu dem schönen „weissen See“ in der Gartengrotte, die von Cesae Manrique entworfen wurde. Eine Steintreppe hinauf führte uns zu einem Museum und dem unglaublich atemberaubenden Auditorium! Hier wird Theater und Ballett aufgeführt. Die Akustik hier muss sich unfassbar toll anhören!
Lanzarote
Lanzarote
Nach diesen Eindrücken trieb uns der Hunger nach Tequise, einer der schönsten älteren Städten mit vielen Gässen. Wir aßen in einem Restaurant etwas zu Mittag und fuhren dann noch durch Lanzarote, bis auf die hohen Vulkane und wieder herunter. Ein kurzer Abstecher zu dem schönsten Strand im Süden der Insel war aber noch drin! An diesem Tag war es unglaublich windig, wit wollten uns den Anblick aber nicht entgehen lassen. In einer felsigen Landzunge versteckt, findet man den einzigen Strand mit hellem Sand und schönem türkisem Wasser nahe Playa Blanca. Seit einigen Jahren ist es ein Naturschutzgebiet und hat keine festen Straßen. Man muss am Anfang eine Gebühr von 3 Euro zahlen um den Bereich befahren zu dürfen und kommt auch nur über einen unbefestigten Weg dorthin. Es war also sehr holprig. Man kann rüber schauen zu der Nachbarinsel Los Lobos und sogar Fuerteventura. Der Weg zum Strand ist sehr mühsam und bei starkem Wind war es leider auch nicht ganz angenehm und hat bei unserer Maus zu vielen Tränen geführt. Es ist ein steiler, unbefestigter Weg, den man zu Fuß gehen muss mit viel Sand und kleinen Steinen. Am Strand selbst sind leider keine Liegen und Sonnenschirme und eine Toilette fehlt leider gänzlich. Dennoch ist er tatsächlich wunderschön, aber auch sehr überlaufen. Durch Lanzarote gefahren ist überall sehr wenig los. Man sieht nicht viele Menschen und alles ist sehr ruhig und idyllisch. An dem wunderschönen, aber auch kleinen Strand jedoch war jede Stelle besetzt und nach einem kurzem Bad zog es uns wieder ins Hotel zurück.
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Ein anstrengender, aber auch schöner sehenswerter Tag!

Poolzeit

Von da an hieß es für uns nur noch am Pool sitzen, sonnen, an den Strand gehen und die Zeit genießen. An einem Tag haben wir uns nur nochmal für eine Stunde einen Buggy für und 5 ausgeliehen um an der Strandpromenade entlang zu fahren. Was man nicht auf der Homepage erkennen kann und was für uns auch sehr verwirrend war: Das Hotel hat keinen eigenen Bereich am Strand mit Liegen. Man kommt durch den hinteren Eingang heraus, muss über eine kleine Straße zum Strand, der in diesem Bereich komplett versteint ist. Das war leider sehr schade, denn ich hätte mich natürlich gerne mal an den Strand auf eine Liege gelegt. Für ein paar Spaziergänge am Morgen und das fangen von kleinen Einsiedlerkrebsen zum Anschauen hat es aber genügt. Am Mittag allerdings war der Strand so heiß, dass es fast unmöglich war über das große Sandstück zum Wasser zu kommen.
Trotz das es verboten war und überall geschrieben stand, wurden die wirklich enorm vielen (eigentlich allen?) Liegen oder auch „Day Beds“  jeden Morgen mit Handtüchern und persönlichen Gegenständen komplett belagert. Wir hatten nur an einem Tag einen guten Platz am Pool, ansonsten leider nicht. Was unserer Laune dennoch keinen Abbruch tat. Abends gab es immer unterschiedliche Shows und die Zaubershow war richtig gut! Auch am Essen gab es nichts auszusetzen. Jeden Tag gab es ein neues Motto und insgesamt war es sehr abwechslungsreich und die Auswahl war unglaublich. Man konnte sich immer frischen Fisch zubereiten lassen, aber fand auch immer etwas „normales“ wie Nudeln, Bratkartoffeln, Reis usw. Auch an Gemüse und Obst fehlte es nicht.
Habe ich nun etwas vergessen? Falls euch noch etwas interessiert, schreibt es mir gerne in die Kommentare.
Folge:

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