[FOOD] Frank Juice die Dritte – Wieso nochmal Saftfasten?

Das Dritte mal mit Frank Juice – 5 Tage Saftfasten

Vor circa zwei Wochen ging meine 3. Saftfastenkur zu Ende und diesmal habe ich nicht nur drei Tage, sondern fünf Tage gefastet. mit Saft. Wieso das ganze? Das ist ja fast schon eine längere Story, aber ich versuche mal irgendwie zu beginnen:

Dieses Jahr war für uns sehr turbulent. Wir sind Anfang Februar endlich in unser lange geplantes Haus gezogen, die Monate davor waren natürlich auch schon sehr nervenaufreibend und im Februar war es endlich so weit. Das Glück war leider nur von kurzer Dauer, denn nach unserem Einzug war unsere Tochter lange sehr krank. Mehrfach waren wir im Krankenhaus, ambulant sowie stationär wegen schlimmer obstruktiver Bronchitis oder sogar Lungenentzündung. Sie kam, ging nur sehr kurz und kam wieder – monatelang bis vor circa 4 Wochen. Wir waren also viel zuhause, wir haben durchgehend mit Kortison inhalliert, Salbutamol und jegliches anderes Zeug. Es war nur eins wichtig: Gesundheit für das Kind! Wir haben also absolut nicht an uns gedacht, es musste immer schnell gehen mit dem Essen, obwohl ich schon seit Jahren sehr auf meine Ernährung achte und ich mich auch gesund ernähren möchte. Dennoch war es monatelang völlig egal. Ich habe teilweise nichtmal mehr nachgedacht was ich da gegessen habe und was ich für ein Müll in mich reinstopfe – völlig gegen meine Natur. Vor vier Wochen war es plötzlich und abrupt vorbei! Wir waren bei verschiedenen Ärzten und Heilpraktikern, haben viel Geld ausgegeben für alle möglichen Mittel und plötzlich war es vorbei. Wir wissen nicht wieso und was es war, ob es wirklich allergisch war oder das Immunsystem so schlecht war oder sie sich von der ersten Lungenentzündung einfach nicht richtig auskurieren konnte. Tatsache ist, dass meine Schwiegermutter plötzlich sagte, sie will gerne den Haselnussbaum aus dem Garten ausbuddeln. Wir haben an alles gedacht, aber weiß Gott nicht an diesen Haselnussbaum! Seitdem er weg ist mussten wir nicht wieder inhallieren! Die Nächte sind nicht von Husten geplagt! Die Ängste sind ganz langsam, noch nicht vollständig, verschwunden. Plötzlich hatte ich wieder etwas Zeit mir über meine Ernährung Gedanken zu machen und habe mir diverse Bücher gekauft um mich wieder neu zu motivieren. Um mich und meine Ernährung und vor Allem meine Geschmacksknospen wieder zu sensibilisieren wollte ich also von Null anfangen und das geht bei mir am besten mit Saftfasten! Frank Juice habe ich bisher schon dreimal gemacht und nun mache ich ihn zum ersten mal für 5 Tage und wählte außerdem das Cleanse Level 2 (hier wird am Nachmittag statt eines roten Saftes noch ein grüner Saft getrunken). Ich war wild entschlossen, dass ohne zu Zucken durchzuziehen!

frank juice

Meinen ersten Beitrag zu dem 3 Tages-Cleanse findet ihr übrigens hier. Mittlerweile hat sich bei Frank Juice ein wenig was verändert was die Zutaten in den Säften angeht. Nicht bei allen, aber bei einigen. Die Veränderungen finde ich, bis auf einen Punkt, alle ziemlich positiv. In der von mir wirklich heiß geliebten Cashewmilch ist nun Sesam drin und ich bin etwas allergisch auf Sesam, zumindest wenn das ganze Korn auf meine Lippe kommt. Die Allergie löst keinen allergischen Schock aus, aber ich reagiere eben darauf. Mit 0,3% in der Cashewmilch aber doch sehr gering, deshalb habe ich es auch gewagt und es ist absolut nichts passiert (ausser das es immernoch fantastisch schmeckt).

Die „Anleitung“ ist immer noch die gleiche wie vorher und kann gerne im oben verlinkten Beitrag nachgelesen werden. Ich wollte euch heute eigentlich nur eine Art Tagebuch hinterlassen. Wie habe ich mich gefühlt an den einzelnen Tagen usw..

frank juice

Tag 1:

Ich habe mich eine Woche seelisch darauf vorbereitet und 5 Tage vorher vegan gegessen, was mir auch sehr einfach gefallen ist. Auch die Portionen habe ich zwei Tage vorher etwas minimiert und nur leicht verdauliche Dinge gegessen. Ich habe mich total auf den 1. Tag gefreut! Bis zum Nachmittag hatte ich keinerlei Hungergefühle, muss aber auch alle 2 Stunden einen Saft trinken, damit das so bleibt. Nachmittags wurde mir ganz kurz etwas schwummerig und ich hatte etwas Hunger, was aber nach dem sauren Saft irgendwie gleich abgemildert wurde. Ob das an dem Moringa-Anteil darin liegt? Ich weiß es nicht. Auch das Abendessen „die Cashewmilch“ war sehr sättigend und selbst am Abend hatte ich keinen Hunger und auch keine Heißhungerattacken. Der erste Tag war ein voller Erfolg.

Tag 2:

Normalerweise muss ich morgens immer relativ schnell etwas zu mir nehmen. Das erste am Morgen ist bei mir ein Schwarzer Tee mit Reismilch – darauf habe ich verzichtet und mir wie am Tag zuvor eine halbe Zitrone in heißes Wasser gepresst. Das ist die Empfehlung von Frank Juice um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Da ich das sowieso ab und zu mache, musste ich mich daran auch nicht gewöhnen. Auch dieser Tag verging wie im Flug und ich habe sogar meinem Mann für die Woche Baked Oatmeal gemacht und hatte damit keine Probleme. Wenn man sich mental darauf einstellt, wird es plötzlich kinderleicht. Wenn man sich bewusst macht, dass man ganz alleine sein Handeln steuern kann, klappt es einfach. Es ist ja nicht so, dass ich nie wieder etwas essen darf. Ich gebe meinem Magen die Chance sich zu erholen. Wenn er nach drei Tagen verstanden hat, das erstmal keine Nahrung zum Verarbeiten nachkommt, fängt er an an anderer Stelle zu arbeiten. Die Enzyme die er für die Verdauung braucht, werden nun anderer Stelle verwendet. Ich habe mich auf starke Kopfschmerzen eingestellt, aber sie waren wesentlich weniger als sonst, denn ich leide schon seit 10 Jahren unter starken Kopfschmerzen. Ein anderes Thema. Nur kurz dazu: Seit 5 Tagen trinke ich keine Kuhmilch mehr und 5 Tage hatte ich keine Kopfschmerzen! Rekord! Zufall? Ich werde es herausfinden!

Tag 3:

Geschlafen habe ich wie ein Stein, ob es nun daran liegt, dass ich Abends aktuell zwei Magnesium nehme oder wegen des Fastens. Schwer zu sagen. Auch heute morgen hatte ich absolut keinen Hunger, freute mich aber auf meinen ersten Saft. Gegen Mittag hatte ich wieder ein wenig Magengrummeln, aber nichts unangenehmes. Auch hatte ich an diesem Tag das erste mal Kopfschmerzen, was aber glaube ich auch mit meinem steifen Nacken zusammen hält, der wiederum davon kommt, dass ich momentan schlafe wie ein Stein und mich deshalb vielleicht verlegen habe. Auf die Cashewmilch am Abend habe ich mich wieder mal sehr gefreut.

Tag 4:

Von Tag zu Tag fällt es mir wesentlich leichter. Um halb 9 habe ich meinen ersten Saft getrunken und dann nach und nach alle zwei Stunden die anderen, wobei es mir heute extrem schwergefallen ist, den scharf zitronigen zu trinken. Ganz ganz übles Getränk. Soweit ich weiß wird dieser saure Saft nachmittags getrunken, weil da die Leber am stärksten arbeitet und sie sich mit Hilfe von Zitrone und Co. am besten entgiften kann. Morgen ist mein letzter Tag und ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich vielleicht noch ein oder zwei Tage Heilfasten dran hängen soll? Mein Mann findet das allerdings alles nicht so witzig, weil ich zwar bereit bin etwas zu kochen, aber er es für eine Person unnötig findet. Wenn ich mich dagegen entscheide, dann vermutlich nur zum Wohle meines Liebsten. 🙂

Tag 5:

Tag 5 war interessant. Das erste mal hätte ich morgens auf den Saft verzichten können und einfach nur Wasser trinken können. Ich hatte das Gefühl mein Magen arbeitet einfach nicht mehr, ist wie stillgelegt. Ein befreiendes Gefühl irgendwie. Entschieden habe ich mich aber, dass ich morgen tatsächlich das Fasten brechen werde mit einem angedünsteten Apfel. Der Tag war richtig einfach und ich habe auch die Säfte ganz gemütlich über 60 Minuten Zeit getrunken und nicht hinuntergeschlungen. Am Abend nach meinem letzten Cashewdrink war ich sogar etwas wehmütig. Gerne hätte ich noch ein paar Tage drangehängt.

Mein Fazit:

Ich fühle mich erleichtert, geradezu befreit. Meine Haare haben einen wahnsinnig tollen Glanz – keine Ahnung, ob ich mir das nur einbilde? Ganz wunderbar ist auch die Zeit, die man plötzlich hat, weil man sich nichts mehr zu Essen zubereiten muss und nicht einkaufen muss (auch wenn ich ein paar Kleinigkeiten für meine Lieben geholt habe). Die Küche ist außerdem auch so wunderbar sauber, die Spülmaschine läuft nicht mehr jeden Tag. Mir ist nur aufgefallen, dass mir recht kalt ist, was eine Wohltat bei den Temperaturen ist. Gerne hätte ich noch Sport gemacht, aber leider hatte ich ja einen ganz schlimmen steifen Nacken bis zum 5. Tag und da war das absolut nicht möglich. 5 Tage Frank Juice kosten übrigens mit Lieferung um die 200 Euro. Ja, jetzt wird es erstmal einen enormen Aufschrei geben, aber ihr investiert in eure Gesundheit – vergesst das nicht! Außerdem kauft ihr für euch in den 5 Tagen natürlich auch keine Lebensmittel, was ihr von dem Betrag durchaus abziehen könnt.

Was haltet ihr von Saftfasten? Habt ihr es selbst schon mal ausprobiert?

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2 Comments

  1. 16. September 2016 / 10:31

    Ich finde das echt interessant und würde das gern auch mal probieren.

    • lovelycatification
      22. September 2016 / 8:54

      Mach das 🙂 und erzaehl mir dann davon 🙂

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